Übersicht über ausgewählte Veranstaltungen des Jahres 2017:

 

Wintersemester 2016/17
Exkursion nach China
Januar
IKGF-Vortrag von Aida Bosch
Dreikönigsvorlesung: Geschichte als Prägekraft der menschlichen Muster. Lebenshilfe more sinico
Aufführung der Theatergruppe
IKGF-Vortrag von David Engels
IKGF-Vortrag von Stephan Kory

"Neujahrsgrüße aus Ningxia" – Gala zum chinesischen Neujahrsfest

IKGF-Vortrag von Maud M’Bondjo
Februar
Informationsveranstaltung AUslandsaufenthalt
Vortrag von Herrn Prof. Dr. Philipp Balsiger
Workshop Fachdidaktik Chinesisch
17.-18.: Trinationaler Workshop „Wissensproduktion in transkontinentaler Perspektive“
März
Studierenden-Exkursion nach China
Sommersemester 2017
Extracurriculare Lehrveranstaltungen 2017
Mai
IKGF-Vortrag von Daniel Canaris
Sino-Semesteranfangsgrillen
Juni
Studierenden-Exkursion nach Paris

 


 

Extracurriculare Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2017

Liebe Studierende,

wir möchten Sie auf die zusätzlichen Lehrveranstaltungen in diesem Sommersemester 2017 hinweisen. Es werden wieder zahlreiche Kurse zusätzlich zum obligatorischen Programm angeboten. Wir freuen uns sehr auf rege Teilnahme. Die angegebenen Termine sind in den meisten Fällen vorläufig. Falls Sie Interesse an einer Veranstaltung haben, aber am entsprechenden Termin keine Zeit, melden Sie sich bitte beim jeweiligen Dozenten.

Theaterkurs
Geeignet für: BA und MA
Termin und Raum: Fr, 15:30 - 17:00, 00.112
Dozent: Yang Cui

Übung zur Exkursion nach Paris
Geeignet für: BA und MA
Termin und Raum: N.N.
Dozent: Theresa Pfeifer

China als mediales Phänomen
Geeignet für: BA und MA
Termin und Raum: Einzeltermine am 5.5.2017, 19.5.2017, 23.6.2017, 30.6.2017 jeweils 11:00 - 15:00, 01.116
Dozent: Prof. Dr. Siegfried Klaschka

Lesen von chinesischsprachigen Primärquellen
Geeignet für: BA und MA
Termin und Raum: Mo 12:15-13:45, 14tägig, ab 08.05., 01.116
Dozent: Yang Cui

Chinesisches Kung-Fu als praxisorientierte Kunst des Denkens und Handelns
Geeignet für: BA und MA
Termin und Raum: Di 16:15 - 17:45, 00.112
Dozent: Tobias Brunsfeld

Sprach-/ Lektürekurs
Geeignet für: MA
Termin und Raum: Mi 14:15-15:45, 01.116
Dozent: Anqi Wang, Jingjing Zhang

Weitere Informationen zu den Inhalten der Kurse finden Sie hier.


 

 

IKGF Vorlesungsreihe Sommersemester 2017

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Studierende,

IKGF_Vortragsreihe_2017wie auch in den vergangenen Semestern lädt das Internationale Kolleg für Geisteswissenschaftliche Forschung "Schicksal, Freiheit und Prognose. Bewältigungsstrategien in Ostasien und Europa" der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg im Sommersemester 2017 dienstagabends wieder zu einer Vorlesungsreihe ein, in der die Forschenden des Kollegs und eingeladene Gäste über ihre Forschungsarbeit im Rahmen der Kollegsthematik sprechen.

Die unten aufgelisteten Vorträge finden immer dienstags von 18:00 c.t. bis 20:00 Uhr statt.
Veranstaltungsort ist das Internationale Kolleg für Geisteswissenschaftliche Forschung, Hartmannstr. 14, Gebäude D1, Seminarraum, 91052 Erlangen.  

Die Vortragstermine im Einzelnen:

02.05.2017

Typology, Prophecy, and Cabbala as a Strategy for Cultural Accommodation in Jesuit Figurism

Daniel Canaris (Italian Studies, University of Sydney; IKGF Visiting Fellow)

16.05.2017

Serving a Higher Purpose: Divination and the Reform of Spirit-Writing in Republican China

Matthias Schumann (Chinese History and Culture, Goethe Universiy Frankfurt)

23.05.2017

Tezcatlipoca's Smoking Mirror: Fate, Agency, and Divination among the Aztecs

Isabel Laack (Study of Religions, Heidelberg University)

30.05.2017

Decision-Making by Prognostic Disclosure: Epistemology and Cosmology in African Divination

Klaus Hock (History of Religion, University of Rostock; IKGF Visiting Fellow)

13.06.2017

How to Deal with Prophecies in Late Antiquity: The Case of Dracontius

Maria Jennifer Falcone (Classical Philology, Catholic University of Milan; IKGF Visiting Fellow)

27.06.2017

A 17th-Century Tibetan Dice Divination of the Deity A-phyi

Jan-Ulrich Sobisch (Tibetan Studies; IKGF Visiting Fellow)

04.07.2017

Power and Fate in 19th- to 20th-Century China

Pablo Biltstein (Intellectual History, Heidelberg University)

11.07.2017

The Tiger and Other Animals as Symbols in Tibetan Geomancy (sa dpyad)

Petra Maurer (Tibetan Studies, Bavarian Academy of Sciences and Humanities / LMU Munich; IKGF Visiting Fellow)

18.07.2017

"A Certain Perfection of the Soul": Maimonides' Conception of Prophecy and Its Impact on the Kabbalah

Annett Martini (Jewish Studies, Free University of Berlin; FAU Guest Professor)

25.07.2017

Mantic Echoes in Daoist Ritual Texts of the Six Dynasties Period

Stephen Bokenkamp (Chinese Studies, Arizona State University; IKGF Visiting Fellow)

 


 

Sino-Semesteranfangsgrillen

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Studierende,

am Freitag, den 05. Mai 2017, findet ab 18.30 Uhr das diesjährige Sino-Semesteranfangsgrillen im Garten des Instituts statt (bzw. im Institut selbst), zu dem alle herzlich eingeladen sind.
Es wäre schön, wenn jeder eine Kleinigkeit für das Buffet und sein eigenes Grillgut mitbringt. Getränke werden vor Ort verkauft.
Um das Buffet möglichst vielfältig zu gestalten wird darum gebeten, dass sich jeder in die aushängenden Listen einträgt. Wir bitten darum, Spenden für das Buffet nach Möglichkeit bereits zuhause vorzubereiten. Außerdem wäre es schön wenn einige beim Aufbau
(ab ca. 17.30 Uhr) und Abbau helfen würden.



Informationsveranstaltung für Auslandsaufenthalte

Liebe Studierende,

am Montag. 6.2. um 14:30 findet im Raum 00.111 eine Infoveranstaltung zum Auslandsaufenthalt für alle Studierenden der Sinologie statt. Dafür wird Herr Dr. Jost vom European Centre for Chinese Studies (ECCS) der Peking Universität anwesend sein, um Ihnen das Programm in Peking vorzustellen. Die Veranstaltung richtet sich an alle Studierenden, die im Laufe Ihres Studiums einen Auslandsaufenthalt planen und besonders an alle Studierenden im dritten Semester.

 



"Neujahrsgrüße aus Ningxia" – Gala zum chinesischen Neujahrsfest

Am 28. Januar 2017 beginnt nach dem chinesischen Mondkalender das Jahr des Hahns. Das Neujahrsfest ist einer der wichtigsten chinesischen Feiertage und wird weltweit im großen Stil gefeiert. Das Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen und die Stadt Erlangen freuen sich, Ihnen zu diesem Anlass am 30. Januar 2017 eine unvergessliche chinesische Neujahrsgala präsentieren zu können. Die Show der Künstler des Yinchuan Arts Theatre aus der Provinz Ningxia bietet Ihnen ein abwechslungsreiches, lebensfrohes Programm aus Tanz, Akrobatik, Gesang und instrumentaler Musik und wird Sie zum Staunen bringen. Als Einstimmung auf die Show wird es eine Ausstellung von traditionellem chinesischen Kunsthandwerk im Barbereich des Redoutensaals geben.

Nähere Informationen erhalten Sie hier.

Datum: Montag, 30. Januar 2017, 19:30 Uhr
Veranstaltungsort: Redoutensaal, Theaterplatz 1, 91054 Erlangen
Eintritt: frei, um Spenden wird gebeten
Karten sind an der Abendkasse erhältlich. Reservierungen sind unter event@konfuzius-institut.de möglich.




Workshop: "Fachdidaktik Chinesisch"

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Studierende,

wir möchten Sie recht herzlich dazu einladen, an einer Veranstaltung des akademischen Konfuzius-Instituts Göttingen und des Konfuzius-Instituts Nürnberg- Erlangen teilzunehmen   

Als Referentin für den Tagesworkshop wurde eine der bekanntesten Expertinnen für Chinesischunterricht in den USA, Dr. Cynthia Ning von der University of Hawai’i gewonnen. Sie wird den Workshop "Fachdidaktik Chinesisch" leiten.


Zeit: Donnerstag, 9. Februar 2017 10-17 Uhr
Ort: Konfuzius-Institut Nürnberg-Erlangen, Virchowstr.23, 90409 Nürnberg
Gebühr: kostenlos
Anmeldung wird erbeten über info@konfuzius-institut.de

weitere Informationen zum Workshop und über die Referentin finden Sie hier.

 



Studierenden-Exkursion nach Paris

vom 16.06.2017 bis 18.06.2017

Exkursionsgegenstand:

EiffelturmDie Exkursion zeigt die reiche Geschichte der Beschäftigung Frankreichs mit China. Diese begann bereits unter Ludwig XIV., der 1687 eine jesuitische Mission an den Chinesischen Hof entsandte. Seine politischen, wissenschaftlichen und kulturellen Bemühungen führten zu einer französischen Faszination mit China, die sich in verschiedenen Bereichen niederschlug. Im wissenschaftlichen Bereich führten die Entdeckungen der jesuitischen Missionare zur Inspiration von Denkern wie Voltaire und Montesquieu und letztendlich auch zur Begründung chinesischer Institute in Frankreich und der ersten großen Welle der europäischen sinologischen Betätigung. Im Bereich der Kunst und Architektur mündeten die Impulse in einer Verbreitung der sogenannten Chinoiserien. Die Faszination Frankreichs am Reich der Mitte riss damit aber nicht ab. Während die kolonialen Bemühungen Frankreichs in China in der Mitte des 19. und zu Anfang des 20. Jahrhunderts nicht von zu großem Erfolg getragen waren, führte die Gründung der Volksrepublik China 1949 in der Mitte des 20. Jahrhunderts zu einer pro-maoistischen Begeisterung französischer Intellektueller.

     Die reiche Geschichte der französischen Beschäftigung mit China wird in den Ausflugszielen auf verschiedene Art und Weise deutlich. In den Museen „Guimet Museum of Asian Art“ und „Cernuschi Museum“ finden sich wertvolle Stücke chinesischer Kunst. Das „Cernuschi Museum“ besitzt eine der größten Sammlungen chinesischer Kunst in Europa und beruht auf der Sammlung des Politikers Henri Cernuschi, welche er 1896 der Stadt Paris überlies. Auch das „Guimet Museum“ beherbergt eine der größten asiatischen Sammlungen außerhalb Asiens. Es wurde von Émile Étienne Guimet ursprünglich in Lyon gegründet, bis es dann 1889 in Paris eröffnet wurde.

     Beim Quartier Chinois im 13. Arrondissement handelt es sich um das größte Chinatown in Europa. Gelegen zwischen der Avenue d’Ivry und der Avenue de Choisy, zeigt es die derzeitige Situation und Lebensweise chinesischer Einwanderer in Paris und wie diese die Stadt ein Stück weit an ihre ursprüngliche Heimat anpassen.

     Die akademische Beschäftigung Frankreichs mit China wird den Studierenden durch den Besuch verschiedener sinologischer Einrichtungen vermittelt. An den beiden Universitäten Paris VII (am Institut „Langues et Civilisations de l’Asie Orientale (LCAO)“) und der „École des Hautes Études en Sciences Sociales“ (und dem angeschlossenen „East Asian Civilisations Research Centre (CRLAO)“) arbeiten Koryphäen der europäischen sinologischen Forschung. Die Teilnehmer der Exkursion haben beim Besuch die Möglichkeit, Vertreter der Einrichtungen und die Struktur der Sinologie in Paris kennenzulernen. Die „Bibliothèque Nationale“ schließlich beherbergt eine beeindruckende Sammlung chinesischer Manuskripte des französischen Sinologen Paul Pelliot (1878–1945), welche dieser auf seiner Exkursion nach China unter anderem in den Mogao Höhlen in Dunhuang teils erstand, teils entwendete.

 

Teilnehmer:

Die Exkursion ist für alle interessierten B.A. und M.A. Studierenden der Sinologie der FAU geöffnet. Begleitend zur Exkursion wird ab ca. Mitte Mai ein Tutorium angeboten, welches verpflichtend für die Teilnehmer der Exkursion ist.

Teilnehmerzahl: Maximal 10 Studierende plus zwei Betreuer

Besuchsziele:

- Guimet Museum of Asian Art

- Cernuschi Museum – Museum of Asian Art

- Quartier Chinois (Chinatown)

- Universität Paris VII: Langues et Civilisations de l’Asie Orientale (LCAO)

- École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS): Centre de Recherches Linguistiques sur l'Asie Orientale (CRLAO)

- Pelliot-Sammlung in der Bibliothèque Nationale

Kosten:

Eigenbeitrag von € 100.00 p/P.

Beinhaltet: Flug, Unterkunft, ÖPNV vor Ort, Eintrittspreise

Termin:

16. Juni – 18. Juni 2017

Anmeldung:

Anmeldung bis zum 28. Februar 2017 im Raum 01.111, oder über Margarete.Darr@fau.de.

Bitte senden Sie zur Anmeldung Ihre persönlichen Daten, sowie ein ca. einseitiges Motivationsschreiben, welches die Gründe Ihrer Teilnahme darlegt. Da die Plätze der Exkursion begrenzt sind, werden die Teilnehmenden aufgrund des Motivationsschreibens ausgewählt.

 


Aufführung von “Sanjuban” der Theatergruppe der Sinologie in Nürnberg

Von links nach rechts: Tobias Brunsfeld, Quynh-Mai Nguyen, Leonie Sterzel, Max Kruse

Am 13. Januar 2017 fand um 19.00 Uhr die erste Frühlingsfest-Galashow des Vereins Chinesischer Studenten in Nürnberg im Großen Saal des Rudolf-Steiner-Hauses statt. Unter den Zuschauern und gleichzeitig auch Festrednern war auch der stellvertretende Generalkonsul aus München, Cai Hao. In diesem festlichen Rahmen führte die Theatergruppe der Sinologie ein sogenanntes "Sanjuban"-Stück auf (三句半). Sanjuban (dreieinhalb Sätze) ist eine beliebte Form volkstümlicher Kleinkunst aus der Folklore Chinas und eine Art traditioneller Sprechgesang.

Regisseurin: Yang Cui; Darsteller: Tobias Brunsfeld, Quynh-Mai Nguyen, Leonie Sterzel, Max Kruse

Die diesmalige Aufführung der Theatergruppe "Sonnenschein" kombiniert in ihrem Stück "Sanjuban" auf witzige Weise inhaltliche Aspekte des Studentenlebens, Erfahrungen beim Chinesischlernen und Neujahrswünsche, in der Hoffnung, die erste Neujahrsnacht der Chinesen in Nürnberg mit einer Vermischung chinesischer und westlicher Kultur beleben zu können, und um allen ein gutes neues Jahr zu wünschen. Die Aufführung wurde sehr positiv aufgenommen und erntete viele Lacher aus dem Publikum, was das Lampenfieber der Darsteller etwas linderte. Das nächste Mal darf sich die Truppe bei der Frühlingsfest-Galashow in Erlangen mit ihrem Stück beweisen. Diese findet am 27.01.2017 um 19.00 Uhr im Pacelli Haus in Erlangen statt.


 

Dreikönigsvorlesung: Geschichte als Prägekraft der menschlichen Muster. Lebenshilfe more sinico

Mittwoch, 11. Januar 2017, 12.15 Uhr, Wassersaal der Orangerie, Schlossplatz 1, Erlangen

Poster DreikönigsvorlesungAlte Lösungen für neue Probleme: Obwohl das heutige China vom wirtschaftlichen und technischen Fortschritt geprägt ist, spielen uralte Traditionen und Rituale im Alltag nach wie vor eine große Rolle. So befragen viele Menschen Orakel, um Antworten auf Fragen wie „Werde ich ein glückliches Leben führen?“ oder „Werde ich im Beruf Erfolg haben?“ zu erhalten. Das ist vergleichbar mit dem Lesen von Horoskopen oder dem Kartenlegen. Die Orakel beziehen sich häufig auf historische Ereignisse oder Persönlichkeiten. Welche Rolle die Geschichte für individuelle und kollektive Entscheidungen in China spielt, ist Thema der öffentlichen Dreikönigsvorlesung des Instituts für Sprachen und Kulturen des Nahen Ostens und Ostasiens der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Die Vorlesung findet am Mittwoch, 11. Januar, um 12.15 Uhr im Wassersaal der Orangerie statt und wird dieses Mal vom Lehrstuhl für Sinologie ausgerichtet.

Anspielungen auf die Vergangenheit sind in der chinesischen Sprache und Lebenswelt allgegenwärtig: in Gestalt von Sprichwörtern und Redewendungen, aber auch in Literatur, Drama und der Populärkultur. Beispielsweise geht das chinesische Sprichwort „Spricht man von Cao Cao, dann kommt er“ auf die historische Person Cao Caos zurück und entspricht in etwa dem deutschen „Wenn man vom Teufel spricht“. Der Hintergrund: Cao Cao kam zu einer Besprechung, bei der seine Ermordung geplant werden sollte.

Anhand von chinesischen Losorakeln zeigt Prof. Dr. Michael Lackner, Inhaber des Lehrstuhls für Sinologie der FAU und Direktor des Internationalen Kollegs für Geisteswissenschaftliche Forschung „Schicksal, Freiheit und Prognose. Bewältigungsstrategien in Ostasien und Europa“ (IKGF), wie stark die Vergangenheit nach wie vor das persönliche und politische Verhalten in China beeinflusst und bestimmte Muster hervorbringt. Wenn sich beispielsweise eine historische Persönlichkeit in einer bestimmten Situation für ein bestimmtes Vorgehen entschieden hat und das zu einem guten oder schlechtem Ausgang geführt hat, dann werden Analogien zur eigenen, aktuellen Situationen gezogen. Konkret geschieht dies mit Hilfe der Losorakel, die sich einem Motiv aus der Geschichte zuordnen lassen. So gibt es einen Orakelspruch, der lautet „Wang Lan erhält das Schwert“, das auf eine historische Situation anspielt. Wang Lan soll von seinem sterbenden Bruder ein Schwert übergeben worden sein, mit der Weissagung, dass seine Nachkommen es zu hohen Positionen und Ehren bringen würden – was dann auch eintrat. Dieser Orakelspruch kann dann auf die eigene Lebenssituation übertragen werden.

Prof. Dr. Michael Lackner, Tel.: 09131/85-20619, michael.lackner@ikgf.uni-erlangen.de

 


 

Förderung des trinationalen Workshop-Programms „Wissensproduktion in transkontinentaler Perspektive“ mit Japan und Korea durch den DAAD (PAJAKO)

Liebe Studierende,

Seit 2014 besteht seitens der Universität Erlangen-Nürnberg (Institut für Sprachen und Kulturen des Nahen Ostens und Ostasiens) mit dem Integrated Human Sciences Program for Cultural Diversity (Tokyo University) und dem Institute of Korean Studies (Yonsei University) ein Workshop-Programm, das sich mit Produktion, Transfer und Zirkulation von Wissen in transkontinentaler Perspektive beschäftigt. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert dieses Programm nun für zwei Jahre (2017-2019). Auf der Ebene der Nachwuchsförderung werden Projekte zur Wissensgeschichte und Wissenssoziologie verfolgt, in deren Zentrum die kulturellen, sozialen, politischen und intellektuellen Dimensionen der Wissensproduktion stehen. Entsprechende Fragestellungen sollen aus interdisziplinärer und transnationaler Perspektive neu erschlossen werden. Mit den Partnern in Japan und Korea werden in den kommenden zwei Jahren folgende Workshops veranstaltet:

• Workshop 2/2017 an der FAU Erlangen-Nürnberg: Sharing Knowledge in a Globalized Civil Society

• Workshop 9/2017 an der University of Tokyo: The Fate of the Fact in the postmodern Era

• Workshop 3/2018 an der Yonsei University: Seeing like a State: Popularizing Correct Knowledge

Kombiniert mit Forschungsaufenthalten richten sich die Workshops an besonders qualifizierte, interdisziplinär arbeitende Masterstudierende und DoktorandInnen. Die kurz- bis mittelfristigen Forschungsaufenthalte bieten beiden Gruppen Möglichkeiten zur Archiv- und Bibliotheksrecherche sowie zur Feldforschung in Korea und Japan (Masterstudierende 14 Tage, DoktorandInnen 2 Monate).

CALL FOR PAPERS: Workshop “Sharing Knowledge in a Globalized Civil Society” The upcoming workshop “Sharing Knowledge in a Globalized Civil Society” is the first event in a series of workshops and will take place February 17-18, 2017. It is aimed at M.A. and Ph.D. students of the University of Erlangen-Nuremberg with a research interest in cultural and area studies or history. The workshop will be held in English, presentations should not be longer than 20 min. Applications with an abstract of max. 300 words should be submitted to the email addresses mentioned below until December 12, 2016:

Professor Dr. Marc Andre Matten / Professor Dr. Fabian Schäfer marc.matten@fau.de / fabian.schaefer@fau.de

University of Erlangen-Nuremberg Institute for Near Eastern and East Asian Languages and Civilizations Artilleriestraße 70 91052 Erlangen, Germany


IKGF-Vorlesungsreihe im Wintersemester 2016/17

 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Studierende,

IKGF Vorlesungsreihe WS 16/17wie auch in den vergangenen Semestern lädt im Wintersemester 2016/2017 das Internationale Kolleg für Geisteswissenschaftliche Forschung "Schicksal, Freiheit und Prognose. Bewältigungsstrategien in Ostasien und Europa" der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg dienstagabends zu einer Vorlesungsreihe ein, in der die Forschenden des Kollegs und eingeladene Gäste über ihre Forschungsarbeit im Rahmen der Kollegsthematik sprechen.

Die unten aufgelisteten Vorträge finden dienstags von 18:00 c.t. bis 19:45 Uhr statt.
Veranstaltungsort ist das Internationale Kolleg für Geisteswissenschaftliche Forschung, Hartmannstr. 14, Gebäude D1, Seminarraum, 91052 Erlangen.

Die Vorlesungstermine für das Wintersemester 2016/2017 im Einzelnen:

18.10.2016

“So werden uil grosser nuÿung inder welt”: German Vernacular Translations of John of Rupescissa‘s Vade mecum in tribulatione (1356)

Robert E. Lerner (History of Medieval Europe, Northwestern University)

25.10.2016

Aspects of the Computistic Argument in Song Dynasty Cosmological Visualizations

Holger Schneider (Chinese Studies, FAU Erlangen-Nürnberg)

08.11.2016

Tezcatlipoca’s Smoking Mirror: Fate, Agency and Divination among the Aztecs

Isabel Laack (Study of Religions, Heidelberg University)

15.11.2016

Political Theory in the Middle Ages and the Art of Mastering the Human World’s Uncertainty

Bee Yun (Political Science and Diplomacy, Sungkyunkwan University Seoul; IKGF Visiting Fellow)

22.11.2016

Resources of Prognosis in the Byzantine Empire

Michael Grünbart (Byzantine and Modern Greek Studies, University of Münster)

29.11.2016

Serving a Higher Purpose: Divination and the Reform of Spirit-Writing in Republican China

Matthias Schumann (Goethe University Frankfurt)

13.12.2016

Disasters and Celestial Phenomena in Eleventh-Century Political Discourse in China

Martin Kroher (Chinese Studies, FAU Erlangen-Nürnberg; IKGF Research Fellow)

10.01.2016

Aesthetic Dimensions of Rituals

Aida Bosch (Sociology, FAU Erlangen-Nürnberg)

17.01.2016

Towards a New Philosophy of History? The Morphology of Cultures and the Limits of Individual Freedom

David Engels (Roman History, Université Libre de Bruxelles)

24.01.2016

Letting the Right Ones In: Court-Sanctioned Memories of Diviners, Healers, and Artisans in Five Mid-Sixth- to Mid-Seventh-Century Dynastic Histories

Stephan Kory (Chinese Studies; IKGF Visiting Fellow)

31.01.2016

Interpreting the Mandate (ming 命) in Premodern China: Zhu Xi’s (1130-1200) Philosophical and Mantic Discourse

Maud M’Bondjo (Chinese Studies, Centre de Recherche sur les Civilisations de l’Asie Orientale; IKGF Visiting Fellow)

07.02.2016

Theorizing Prediction

Philipp Balsiger (Philosophy, FAU Erlangen-Nürnberg; IKGF Visiting Fellow)