Übersicht über ausgewählte Veranstaltungen des Jahres 2013:

 

Oktober
Bericht zur Langen Nacht der Wissenschaften am 19. Oktober 2013
Vorlesungsreihe IKGF, WS 2013/14
IKGF-Konferenz , 29.-31.Okt.
Asien-Pazifik-Kolloquium im Wintersemester 2013/2014
Die Lange Nacht der Wissenschaften
September
Bericht zum "International Workshop on China-related Translation Studies"
August
Kompaktkurs des GOS
Juni
Sinologische Exkursion nach Dresden: Chinabild und Chinoiserie
International Workshop on China-related Translation Studies
Vortrag Prof. Dr. Alpermann
IKGF Workshop: Changing Fate in Religious Daoism
Mai
Vortrag Prof. Dr. Matten
Vortrag Dr. Schimmelpfennig
Vortragsreihe des Asien-Pazifik-Kolloquiums im Sommersemester 2013
April
Vorlesungsreihe IKGF Sommer 2013
Vortrag Prof. Dr. Lackner
Januar
Vortrag Prof. Dr. Gänßbauer

 


 

Bericht zur Langen Nacht der Wissenschaften am 19. Oktober 2013

von Stefan Sültz

Am 19. Oktober 2013 fand in Erlangen, Fürth und Nürnberg wieder die Lange Nacht der Wissenschaften statt, in der über 300 forschungsaktive Einrichtungen der interessierten Öffentlichkeit einen Blick hinter die Kulissen ermöglichten. Auch der Lehrstuhl für Sinologie beteiligte sich mit vier Programmpunkten und lockte zahlreiche neugierige Besucher in die Artilleriestraße.Banner - Lange Nacht der Wissenschaften

LNdW 1Studierende der Sinologie hatten sich im Sommersemester 2013 mit dem modernen chinesischen Theaterstück „Die glückverheißende Eröffnung“ (Kaishi Daji) von He Jiping befasst und präsentierten nun die Ergebnisse ihrer Arbeit. Eine charakteristische Szene des Stückes trugen sie zunächst auf Chinesisch und dann in ihrer eigenen deutschen Übersetzung vor. Im Anschluss berichteten sie von ihren Erfahrungen mit der Annäherung an das Stück, dem Übersetzungsprozess und den neuen Einblicken in die Materie, die eine Kooperation mit der Erlanger Theaterwissenschaft ergeben hatte.

LNdW 2 Unter dem Titel „Kung-fu, Drachen, Abenteuer“ beleuchtete eine Führung durch die Ausstellung großformatiger Auszüge aus Comics der vergangenen Jahrzehnte „Das Bild Chinas im Spiegel des europäischen Comics“. Die Exponate aus der Sammlung des Erlanger Sinologen Prof. Dr. Michael Lackner offenbarten dabei die Vielfalt in den unterschiedlichen Blickweisen auf China. Die gezeigten Darstellungen reichten von Anleihen aus Mythen vergangener Zeiten bis hin zu hoch detaillierten Ansichten moderner Großstädte, ließen aber stets eine Faszination der Zeichner für ihre Motive erkennen.

LNdW 3Die Dokumentation „Gao Xingjian - Freiheit, Schicksal und Vorhersage“ , die 2011 anlässlich eines Besuches des Literaturnobelpreisträgers Gao Xingjian an der Universität Erlangen-Nürnberg entstand, gewährte einen seltenen Einblick in Gaos Denken und Schaffen und belegte die Bandbreite seiner Werke, die von den Romanen und Essays bis hin zu Theaterstücken und Tuschezeichnungen reicht. Interviews mit dem Künstler selbst ebenso wie mit Forscherinnen und Forschern des an der Universität angesiedelten Internationalen Kollegs für Geisteswissenschaftliche Forschung (IKGF) fügten sich hierin im Wechsel mit Auszügen aus Gaos Texten zu einem beeindruckenden Gesamtbild zusammen.LNdW 4 

LNdW 5Musikalisch abgerundet wurde das Programm schließlich durch das Shakuhachi-Konzert der Erlanger Musikerin Astrid Wißmath. Mit ihrem Spiel auf der Bambusflöte, die von China ihren Weg nach Japan fand und dort eine noch heute bestehende Verbindung mit dem Zen-Buddhismus einging, zog sie in meditativer Stimmung die Zuhörer in ihren Bann. In der anschließenden Gesprächsrunde erklärte Frau Wißmath Näheres über das aus einem einzigen, natürlich gewachsenen Bambusrohr bestehende Instrument.

LNdW 6Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Studierenden des Lehrstuhls für Sinologie danken an dieser Stelle allen Besuchern für das rege Interesse, viele Fragen und anregende Gespräche. Wir freuen uns darauf, Ihnen auch bei der nächsten Langen Nacht der Wissenschaften in zwei Jahren wieder ein abwechslungsreiches und spannendes Programm zu präsentieren.

 

 


 

 

Vorlesungsreihe IKGF, WS 2013/14Vorlesungsreihe IKGF, WS 2013/14

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Studierende,

wie auch in den vergangenen Semestern lädt im Wintersemester 2013/14 das Internationale Kolleg für Geisteswissenschaftliche Forschung "Schicksal, Freiheit und Prognose. Bewältigungsstrategien in Ostasien und Europa" der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg dienstagabends zu einer Vorlesungsreihe ein, in der die Forschenden des Kollegs und eingeladene Gäste über ihre Forschungsarbeit im Rahmen der Kollegsthematik sprechen.

Zeit: Dienstags von 18:00 c.t. bis 20:00 Uhr statt.

Ort: Kollegienhaus, Raum KH 2.012, Universitätsstrasse 15, 91054 Erlangen.

 

Veranstaltungsplan:

  • 22.10. Dr. Grégoire Espesset (Centre de recherche sur les civilisations de l’Asie orientale (CRCAO), Collège de France; IKGF Visiting Fellow):

Knowledge and Foreknowledge Extrapolation in First-Second Century China: Remnants of the Spring & Autumn Weft Profundity and Remoteness

  • 
5.11. Prof. Dr. Carlos Estepa Díez (Instituto de Historia, Consejo Superior de Investigaciones Científicas (CSIC); IKGF Visiting Fellow): 

Alfons der Weise (1252-1284) und die Astrologie (Lecture in German)

  • 
12.11. Prof. Dr. Terry Kleeman (Department of Asian Languages and Civilizations, University of Colorado Boulder; IKGF Visiting Fellow): 

Morality and Freedom in Early Daoist Communities

  • 
19.11. Dr. Darrel Rutkin (PhD Department of History and Philosophy of Science, Indiana University, Bloomington; IKGF Visiting Fellow): 

Understanding the History of Astrology (and Magic) Accurately: Methodological Reflections on Terminology and Anachronism

  • 
10.12. Prof. Dr. Chang Che-chia (Academia Sinica, Taiwan; IKGF Visiting Fellow): Translation and Adaption:

The Continuous Interplays between Chinese Astrology and Foreign Culture 

  • 16.12. IKGF Buchvorstellung:

Der Begriff des Zeichens in der Epistemologie der prognostischen Wissenschaften 

Das im Rahmen dieser Veranstaltung vorzustellende Buch, das auf einer Konferenz am IKGF im September 2012 zurückgeht, untersucht die epistemologischen Grundlagen der genannten Disziplinen in vergleichender Perspektive und arbeitet so die in der europäischen Philosophie des Mittelalters grundgelegten wissenschaftstheoretischen Anforderungen an den Prognose-Begriff heraus: Alexander Fidora (Hg.), Die mantischen Künste und die Epistemologie prognostischer Wissenschaften im Mittelalter (Beiheft des Archivs für Kulturgeschichte, Bd. 74), Böhlau 2013.

Prof. Dr. Alexander Fidora (Institució Catalana de Recerca i Estudis Avançats (ICREA), Universitat Autònoma de Barcelona; Former IKGF Visiting Fellow), Prof. Dr. Dr. h.c. Johannes Fried (Mittelalterliche Geschichte, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main; IKGF Advisory Board), Prof. Dr. Klaus Herbers (Mittelalterliche Geschichte und historische Hilfswissenschaften, FAU; IKGF Deputy Director)

Please note: This event will be announced separately. Event location subject to change. Please refer to www.ikgf.fau.de

  • 17.12. Prof. Dr. Walter Sparn (Lehrstuhl für Systematische Theologie I (Dogmatik), Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg):

Rise and Fall of Prognostic Astrology in Scientific Paradigms of Early Modern Europe 

  • 7.1. Prof. Dr. Matthias Hayek (Université Paris-Diderot; IKGF Visiting Fellow):

Doubting the Stars: Critical Views on Traditional ‘Science’ in Early Modern Japan 

  • 14.1. Prof. Dr. Reinhard Emmerich (Institut für Sinologie und Ostasienkunde, Westfälische Wilhelms-Universität Münster):

On the Fei Guoyu 非国语 of Liu Zongyuan 柳宗元 (773—819)

  • 
28.1. Dr. Lionel Laborie (School of History, Goldsmiths College, University of London; IKGF Visiting Fellow):

Prophecy and International Politics in Early Modern Bavaria (1685-1730)

 

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Konferenz am Forschungskolleg, 29.-31.Okt: Optimism and Scepticism regarding Progress in Late 19th-Century and Republican China (Prof. Fröhlich)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Studierende,
 
IKGF-Konferenz , 29.-31.Okt. 2013das Internationale Forschungskolleg veranstaltet vom 20.-31- Oktober eine Konferenz mit dem Titel Optimism and Scepticism regarding Progress in Late 19th-Century and Republican China (Prof. Fröhlich).
 
Zeit:
 
- 29. Okt.: 9:15 - 17:00 Uhr
- 30. Okt.: 9:15 - 16:30 Uhr
- 31. Okt.: 9:15 - 11:00 Uhr
 
Ort:
 
E-WERK Kulturzentrum Clubbühne
Fuchsenwiese 1
91054 Erlangen
 
Nähere Informationen zum Verlauf und Inhalt der Konferenz entnehmen Sie bitte der IKGF-Hompage
 
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen.

 
 

 
Asien-Pazifik-Kolloquium im Wintersemester 2013/2014

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Studierende,
 
APK 2013/2014in diesem Semester gestaltet das Asien-Pazifik-Kolloqium wieder eine Vorlesungsreihe unter der Überschrift "Methodische Zugänge zu china- und japanbezogener Forschung". Wir laden Sie herzlich dazu ein!

Zeit: Mittwochs, 18.15-19.45 Uhr

Ort: Raum 00.111, Artilleriestr. 70, Erlangen

Methodische Zugänge zu china- und japanbezogener Forschung


23.10.2013   
Roland Altenburger:
Zur Verwendung literarischer Quellen in der kulturgeschichtlichen sinologischen Forschung: Methodologische Überlegungen anhand der Erzählliteratur

27.11.2013
Carsten Storm:
Das Problem der Einordnung. Modernismus, Realismus und Filmtextur in Edward Yangs “A Brighter Summer Day”

11.12.2013
Fabian Schäfer:
Medienwissenschaften und Japanologie

18.12.2013
Martina Schönbein:
Theaterwissenschaften und Japanologie

15.01.2014
Monika Gänßbauer:
Translationswissenschaften und Sinologie

22.01.2014  
Juliane Stein:
Märchenforschung und Japanologie
 
29.01.2014
Marc Andre Matten:
„Fesselnde Geschichten“ – Probleme und Grenzen der Darstellungen chinesischer Geschichte

05.02.2014
Toyomi Iwawaki-Riebel:
Komparative Philosophie und Japanologie. Eine Methode für intro- und interkulturelle Dialoge




Die Lange Nacht der Wissenschaften

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist wieder soweit! Die Lange Nacht der Wissenschaften steht vor der Tür!
Wir laden Sie hiermit herzlich dazu ein, an dieser Veranstaltung teilzunehmen.

LNdW

 

 

 

 

 

 

 

 

Lehrstuhl für Sinologie:
Szene aus einem chinesischen Theaterstück
Auch Theatertexte können im Mittelpunkt chinawissenschaftlicher Beschäftigung stehen. Studierende der Erlanger Sinologie haben sich im Sommersemester 2013 mit einem modernen chinesischen Theaterstück befasst: „Die glückverheißende Eröffnung“ (Kaishi Daji) von He Jiping. Auf Chinesisch und Deutsch haben sie sich einer Szene aus dem Stück angenähert und präsentieren ihre Ergebnisse. Die Veranstaltung entstand auch aus einer Kooperation mit der Erlanger Theaterwissenschaft.
Performance, 18:30, 20:30 und 22:30 Uhr, Dauer: 30 Min., max. 20 Besucher, Raum 00.112

Gao Xingjian – Freiheit, Schicksal und Vorhersage
Der Film „Gao Xingjian. Freiheit, Schicksal und Vorhersage“ entstand 2011 und zeigt seltene Einblicke in das Denken und Schaffen des Nobelpreisträgers für Literatur Gao Xingjian, der in diesem Jahr die Universität Erlangen- Nürnberg besuchte. Gao wurde in China geboren und lebt heute in Paris. Sein Werk ist breit angelegt und reicht von Romanen und Essays über Tuschezeichnungen bis hin zu modernen Theaterstücken. Der Film dokumentiert auch die Arbeit des Internationalen Kollegs für Geisteswissenschaftliche Forschung (IKGF), das seit 2009 an der Universität angesiedelt ist und von den Sinologen Prof. Dr. Michael Lackner und Prof. Dr. Thomas Fröhlich in Kooperation mit Mittelalterforschern geleitet wird.
Filmvorführung, 19:00, 21:00 und 23:00 Uhr, Dauer: 30 Min., max. 20 Besucher, Raum 00.112

Kung-fu, Drachen, Abenteuer. Das Bild Chinas im Spiegel des europäischen Comics
LNdW 1Populärkultur ist mittlerweile ein etablierter Bereich sinologischer Forschung. Der Erlanger Professor Michael Lackner sammelt seit vielen Jahren Comics, die vielfältige Blicke auf China offenbaren: Mittelalterliche Schwertkämpfer, Haudegen im Fantasiekostüm, aber auch Personen der jüngeren chinesischen Geschichte. Oft verwenden die Comic-Zeichner Mythen und Bilder vergangener Zeiten. Bildmotiv aus „Der Buddha des Himmels“, Copyright: Dupois 2001, by Cosey. Deutsche Ausgabe bei Salleck Publications.
Ausstellung, 18:00-01:00 Uhr, Führungen, 19:30, 21:30 und 23:30 Uhr, Raum 00.112

Wenn der Wind durch den Bambus bläst. Musikvorführung mit Gesprächsrunde
LNdW 2Musik gehört auch zu den Forschungsbereichen von Sinologie. In dieser Vorführung ist ein asiatisches Instrument zu hören: die Shakuhachi. Das Instrument wurde wohl erstmals im 7. Jhd. n. Chr. in China hergestellt. Nachdem der Chan-Buddhismus von China nach Japan gekommen war, verbanden sich Shakuhachi und Zen. In einem Tempel Fukuokas wird die Bambusflöte bis heute für Meditationen genutzt. Die Erlanger Musikerin Astrid Wißmath steht nach dem Konzert zu einer kleinen Gesprächsrunde bereit.
Performance, 18:00, 20:00 und 22:00 Uhr, max. 20 Besucher, Raum 00.112

 

Lehrstuhl für Japanologie:
Ein japanischer Filmabend
LNdW 3Folgende zwei Filme werden gleichzeitig gezeigt: (1) SUMMER-WARS: Anime zum Problem der „Internetisierung“ und was passieren kann, wenn unser Leben komplett ins Internet verlagert wird [FSK 12]. Anschließend gibt es die Möglichkeit zu einer kleinen Diskussionsrunde mit Japanologen. (2) ZATÔICHI: Katano Takeshi – Spielfilm [FSK 16].
Filmvorführung, 16:30-19:30 Uhr, max. 25 Besucher, Raum 00.111

Das mythische Japan
LNdW 4Gehen Sie mit uns auf eine Reise quer durch Mythen, Geistergeschichten und Volksglaube und lernen Sie ein komplett anderes Japan kennen, jenseits von Technik, Samurai und Kirschblüten.

 

 

 

 

 


 

Bericht zum "International Workshop on China-related Translation Studies" am 20. Juli 2013 am Lehrstuhl für Sinologie der FAU

von Selma Schrettenbrunner

Translation WorkshopGefördert durch die Dr. Alfred Vinzl-Stiftung, die Dr. German Schweiger-Stiftung sowie die Asien-Pazifik-Abteilung des Zentrums für Area Studies der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg organisierten Prof. Dr. Monika Gänßbauer von der Universität Erlangen-Nürnberg und Prof. Dr. Frank Kraushaar von der Tallinn University in Estland am Lehrstuhl für Sinologie der Universität Erlangen am 20. Juli 2013 von 09:30 bis 18:00 einen Workshop mit dem Titel „International Workshop on China-related Translation Studies“.

Der Beweggrund von Monika Gänßbauer und Frank Kraushaar für diesen Workshop war die Tatsache, dass die China-bezogene Translationswissenschaft ein ziemlich marginalisierter wissenschaftlicher Bereich in Europa ist. Ziel des Workshops war es somit, verschiedene Einblicke in die China-bezogene Translationswissenschaft zu bekommen. Besonderer Dank für die Teilnahme an dem Workshop galt Joyce C.H. Liu von der Chiao Tung University in Taiwan und Margus Ott von der Tallin University in Estland. Außer diesen hielten noch Dr. Esther-Maria Guggenmoos vom Internationalen Forschungskolleg der Universität Erlangen-Nürnberg und Selma Schrettenbrunner von der Universität Erlangen-Nürnberg Vorträge zu ihren aktuellen Übersetzungsarbeiten sowie Prof. Dr. Monika Gänßbauer zu ihren bisherigen Erkenntnissen in der China-bezogenen Translationsforschung.

In ihrer Begrüßungsrede entwickelte Monika Gänßbauer einen kleinen Rahmen zu Entwicklungen im Bereich der Translation und der Translationswissenschaft. Übersetzungstätigkeit hat eine lange Geschichte, doch unterscheiden sich Theorie und Praxis in China deutlich von den Entwicklungen in Europa. In China entwickelten sich Übersetzungstätigkeiten in der Zhou-Dynastie über die Übersetzung buddhistischer Schriften, Übersetzungen jesuitischer Missionare, die Tongshi (通事), die Gründung einer Sprachenschule 1862 und intensiven Übersetzungstätigkeiten bis hin zu nicht offiziellen lokalen Übersetzungsaktivitäten. Trotzdem ist die Translationswissenschaft bis heute überwiegend eurozentrisch.
Monika Gänßbauer machte außerdem auf Fragen der Translationstheorien und -praxis aufmerksam. So ist die Geschichte der Translationswissenschaft als akademische Disziplin ziemlich kurz und Wissenschaftler haben relativ wenige Möglichkeiten sich auszutauschen. Monika Gänßbauer erwähnte die Frage der Auswahl und der Rezeption sowie die vielschichtigen Möglichkeiten von Übersetzungen, die stets subjektiv sind, jedoch immer zum Leben des Originaltextes und dessen Verständnis beitragen können. Schwierigkeiten einer Übersetzung tauchen beispielsweise bei Wortspielen auf, die oftmals nur sehr schwierig vom Chinesischen in europäische Sprachen zu übertragen sind.

Frank Kraushaar, der seine Teilnahme am Workshop wegen eines unerwarteten Problems an seinem Lehrstuhl kurzfristig absagen musste, schickte einige Gedanken zum Thema, die verlesen wurden. Der Titel seines geplanten Vortrags „Lingering Renaissance: Ethics of translation considering Classical Chinese Poetry and Modern Languages“ beinhaltet eine bewusste Anspielung auf eine der wichtigsten Perioden in der Geschichte der europäischen Zivilisation und eine Epoche, die Übersetzung als Schlüsselgenre innerhalb einer neuen Literaturkultur initiierte, die später zur intellektuellen Hauptquelle für die Bildung einer sogenannten Westlichen Kultur wurde. Jahrhunderte später entdeckte der frühe westliche Modernismus eine neue Antiquität im antiken literarischen Erbe Chinas. Ezra Pound, der als Übersetzer des klassischen Chinesisch zwar im Sinne eigentlicher Übersetzung nicht akzeptabel sei, rage jedoch als Poet und Visionär, der Enthusiasmus und Neugier gegenüber den chinesischen Klassikern weckte, heraus. Die ethische Qualität von Translation scheint implizit im gängigen „Übersetzer/Betrüger“ [tradutore-traditore]-Paradigma auf: Umberto Eco zieht eine klare Linie zwischen Übersetzer und Autor, die die ethische Dimension des „Respekts“ des Übersetzers gegenüber der wahrscheinlichen Aussageabsicht des Autors enthält. Das Übersetzen klassischer chinesischer Literatur ist eine Herausforderung für Westler, die immerhin nicht die Illusion hegten, mit den chinesischen Dichtern eine gemeinsame Kultur zu teilen. Aus Frank Kraushaars Sicht ist es die primäre Aufgabe eines Übersetzers, die Stimme eines Menschen wiederzuerwecken, nicht die eines bestimmten Stils eines Zeitalters oder einer Kulturnation und auch nicht eine „wörtliche Wahrheit“.

Bild 1Im ersten Vortrag berichtete Selma Schrettenbrunner von ihrem aktuellen Übersetzungsprojekt „Yu Luoke – ein biographisches Drehbuch“ von Yu Luojin. Yu Luojin (geboren 1946 in Peking) wurde als Tochter von sogenannten „Rechtsabweichlern“ während der Kulturrevolution in ein Arbeitslager gesperrt. Ihr Bruder Yu Luoke wurde während der Kulturrevolution verhaftet und wegen seiner politischen Kritik hingerichtet. Sie selbst lebt seit 1986 in Deutschland im Exil. Veröffentlichte Werke von ihr sind unter anderem „Ein Wintermärchen“ und „Ein Frühlingsmärchen“. Das Buch „Yu Luoke – ein biographisches Drehbuch“ thematisiert das Leben von Yu Luoke. Selma Schrettenbrunner berichtete von verschiedenen Herausforderungen der Verhandlungen, wie Absprachen und Diskussionen mit der Autorin bezüglich der Übersetzung und der Suche nach dem richtigen Verleger, aber auch von Herausforderungen der Übersetzungstätigkeit an sich, wiebeispielsweise die Übersetzung sehr bildhafter Sprache, kultureller Begriffe oder Anredeformen.

Bild 2 In dem anschließenden Vortrag „The Translatability and the Untranslatability of the Law of Life: Liang Qichao versus Zhang Taiyan“ beschäftigte sich Joyce Liu von der Chiao Tung Universität in Taiwan mit der Übersetzbarkeit und Unübersetzbarkeit des Law of Life in Bezug auf die Übersetzungen zweier Intellektueller der späten Qing-Zeit, Liang Qichao und Zhang Taiyan. Darin geht es auch um die Übernahme von oder den Widerstand gegen eine doppelte Aneignung, ein Modus des diskursiven Synkretismus, der zusammen mit dem aufkommenden Diskurs über die politische Ökonomie während des Wechsels zum 20. Jahrhundert in der Übersetzungstätigkeit am Werk war. Für Joyce Liu ist Übersetzung nicht mehr nur eine Angelegenheit auf linguistischer und technischer Ebene, sondern ein Akt der Aneignung symbolischer Macht oder ein Akt der kritischen Wiedereinführung von Gedankengut als Antwort auf die Konfrontation verschiedener erkenntnistheoretischer und paradigmatischer Systeme. Dabei sieht sie den Aneignungsakt bei Liang Qichao als subjektive Praxis der Einführung symbolischen Rechts und einer Legitimierung der Staatsmacht durch diskursive politische Ökonomie, während der Akt des Widerstands im Übersetzen bei Zhang Taiyan für sie – ebenfalls eine subjektive Praxis – die Loslösung des normativen Rechts und das neue Einschreiben des Law of Life in das Schreiben wiederspiegelt.

Bild 3Im folgenden hielt Margus Ott von der Tallinn Universität in Estland einen Vortrag über „Two Ways of Translation: Billeter and Jullien“. Hintergrund hierfür war die Debatte zwischen den Sinologen Jean-François Billeter und François Jullien, die sich beide mit dem Übersetzen von Zhuangzi beschäftigen, ausgetragen in ihren Büchern „Against François Jullien“ (Billeter 2006) und „On the way: To know China, to Restart Philosophy. Reply to ***“ (Jullien 2006). Billeter ist der Ansicht, dass die Übersetzungstätigkeit alle Eigenschaften eines Texts wie Komposition, Rhythmus, Ton berücksichtigen muss, da diese dazu beitragen, dem Text seine Bedeutung zu geben. Sein Schwerpunkt liegt auf dem Verständnis und der Wiedergabe von Erfahrung. Seine Richtlinien für das Übersetzen sind daher die Vermeidung spezifischer Bezugnahmen auf den chinesischen Kontext, das Übersetzen und Umkodieren auf die zugänglichste Weise sowie das Übersetzen eines Wortes im jeweiligen Kontext. Außerdem misstraut er den traditionellen Kommentaren zu Zhuangzi. Jullien sieht dagegen das Übersetzen als Teil der Bewahrung eines Textes. Er sieht das Heranziehen von traditionellen Kommentaren als notwendig, um sich im Text zu orientieren. Während Billeter kritisiert, dass Kommentare ideologisch sind und die autonome Persönlichkeit unterdrücken, kritisiert Jullien hier, dass Billeter westliche Konzepte beim Übersetzen von Zhuangzi anwendet. Sein Schwerpunkt liegt also auf dem Text und der Beziehung zwischen Konzepten, die Erfahrung strukturieren. Er wählt den Umweg über China, über die Sprache, das Schriftsystem und die Geschichte, und kehrt dann zurück, um das Ungeahnte in beiden Kulturen freizulegen.

Bild 4Im anschließenden Vortrag „On the Challenges of Translating a Buddhist Apocryphal Sutra – a Workshop Report“ stellte Esther-Maria Guggenmoos ihr aktuelles Übersetzungsprojekt vor, die „Sutra on the Divination of the Effect of Good and Evil Actions“ (Zhancha Shan’e Yebao Jing) aus dem sechsten Jahrhundert. Die Sutra wurde von Putideng aus dem Indischen übersetzt. Der buddhistische Mönch und Übersetzer buddhistischer Schriften Dao An hatte mehrere Richtlinien für eine gute Übersetzung festgelegt, wie das Auslassen von blumiger Sprache, Adjektiven, Wiederholungen und Relativsätzen. Man muss sich also bei dieser Sutra im Klaren sein, dass sie zunächst mit wahrscheinlich erheblichen Veränderungen vom Sanskrit ins Chinesische übersetzt worden war und nun vom Chinesischen ins Englische übersetzt wird. Bezüglich begrifflicher Fragen erwähnte sie, dass heutzutage nicht mehr notwendigerweise Begriffe auf Sanskrit als buddhistische Standardsprache verwendet werden. Auch ergaben sich bei ihrer Übersetzungstätigkeit Unklarheiten bezüglich bestimmter Begriffe oder unklarer Satzstrukturen.

Abschließend referierte Monika Gänßbauer über  das Thema „Dealing with Theoretical and Practical Issues of Translation in the Context of Chinese Studies Teaching“. Neben theoretischen Aspekten legte sie einige Herausforderungen und Probleme dar, auf die sie und die Studierende der Erlanger Sinologie gestoßen sind. Ihrer Meinung nach sollte ein Übersetzer nicht hinter seiner Übersetzung unsichtbar sein wollen. Übersetzungen stellten eine eigene, kreative, oft auch wissenschaftliche Leistung dar, die sich beispielsweise in der Einführung und Annotierung eines Textes, aber auch in der Art der Übersetzung zeige.

Bild 5In der abschließenden Diskussionsrunde wurden sehr unterschiedliche Übersetzungskonzepte thematisiert: die Geschichte von Robinson Crusoe wurde z.B. in ganz neuer Form auf Tschechisch nacherzählt. Der ungarische Schriftsteller Kosztolanyi bezeichnete Übersetzer als Diebe. Manche Übersetzer ließen große Teile des Originals aus – eine Praxis, die durchaus hinterfragbar sei, und in Afrika wurde aus der Übersetzung von Hamlet ein gemeinschaftliches, im öffentlichen Erzählen Gestalt annehmendes Projekt. Einig waren sich am Schluss alle, dass die Forschung im Bereich China-bezogener Translationswissenschaft weiter vorangetrieben werden soll.

 



 


Kompaktkurs des GOS für Studienanfängerinnen und Studienanfänger

GOS

vom 1.-11. Oktober findet wieder der Kompaktkurs des GOS für Studienanfängerinnen und Studienanfänger an der Philosophischen Fakultät
und am Fachbereich Theologie statt. Der Kurs bietet wesentliche Informationen für Erstsemester und vermittelt wichtige Studienfertigkeiten.

Weitere Informationen zum GOS finden Sie auf der Homepage der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie.

 

 


 

Exkursion nach Dresden: Chinabild und Chinoiserie

(28. bis 30. Juni 2013)

Prof. Dr. Carsten Storm

PillnitzExotismus und Orientalismus bilden den Rahmen für die Chinabegeisterung der deutschen Aufklärer, die mit der Chinoiserie einer der einflussreichsten Modeerscheinungen des 18. und 19 Jhs. hervorbrachte, ehe sich die Wahrnehmung Chinas im Zuge kolonialer Reichspolitik grundlegend änderte.

Dresden bietet hier auf Grund der Aktivitäten des sächsischen Hofes das vielleicht reichhaltigste Anschauungsmaterial in Deutschland. Der Besuch des Schlosses Pillnitz, als einzige Schlossanlage in Deutschland ganzheitlich in chinoisem Stil geplant, gestattet einen Einblick in architektonische, kunstgeschichtliche und gartenbauliche Umsetzungen und Adaptionen von Chinabildern.

Einen Einblick in kunsthandwerkliche Formen sowie marktgerechte Produktion, Sammelkonzepte und Handelswege eröffnen die Porzellan- und Kupferstichsammlung innerhalb der Staatlichen Kunstsammlungen, in denen Sammelstücke aus China (teils spezifisch im 18. & 19. Jh. für den europäischen Markt produziert) und Adaptionen chinesischer Motive durch die Porzellanmanufaktur Meißen, resp. europäische Kupferstichkünstler im Vergleich zu sehen sind.

WasserpalaisDresden verfügt außerdem über das älteste original-chinesische Gebäude in Deutschland, einen Pavillon, der als offizieller Beitrag des Chinesischen Kaiserreichs zur Dresdner Internationalen Hygieneausstellung von 1911 in Shanghai bebaut, demontiert, verschifft und in Dresden von deutschen Handwerken wieder zusammengesetzt wurde. Hier lässt sich eine Form chinesischer Selbstdarstellung gleich doppelt kontrastieren mit der Rezeption und späteren Nutzung des Gebäudes sowie mit einem weiteren "Chinesischen Pavillon", der als Chinoiserie im Schlossgarten Pillnitz errichtet wurde.
Die Exkursion vermittelt so anschaulich Manifestationen des Exotismus und Orientalismus, sowie den Stellenwert Chinas in den Bestrebungen enzyklopädischer Welterfassung ebenso wie Reaktionen der chinesischen Produktionsstätten auf den europäischen Sammelmarkt. Gleichzeitig werden wichtige Einsichten in historische, philosophische und kunstgeschichtliche Fragestellungen in transkultureller Perspektive vermittelt. Das Tutorium erlaubt zudem für alle Teilnehmer eine angemessene Nachbereitung der Exkursion. Schließlich bietet sich die Gelegenheit unterschiedliche Museumskonzeptionen zu vergleichen  und so einen Einblick in die Museumsarbeit zu erhalten.
 
 
Teilnehmer:

Die Exkursion richtet sich zunächst an Studierende des MA Kurses "Selbst- und Fremdwahrnehmung in China und Europa". Darüber hinaus ist die Exkursion für alle interessierten Sinologie Studierenden der FAU geöffnet. Begleitend und einführend wird ab ca. Mitte Mai ein Tutorium angeboten. Die Teilnahme daran wird allen Mitfahrenden, die nicht den o.g. MA-2 Kurs besuchen, dringend empfohlen.
Teilnehmerzahl: maximal 22 Personen inklusive Betreuer

Besuchsziele:

- Schloss Pillnitz (Bergpalais, Schlossmuseum, Chinesischer Pavillon und Garten)
- Porzellanmuseum im Dresdner Zwinger
- Kupferstichmuseum
- Chinesischer Pavillon (Weißer Hirsch)
- Japanisches Palais

 

 

 


 

International Workshop on China-related Translation Studies


Translation WorkshopSamstag, 20. Juli 2013

Tanslation, also Dolmetschen und/oder Übersetzen gehört zum Handwerk jedes Sinologen/jeder Sinologin. Am Samstag, den 20. Juli 2013, findet am Lehrstuhl für Sinologie ein Internationaler Workshop zu diesem Thema statt, der Theorie, aber auch Praxis des Übersetzens behandelt.

Wir haben für diesen Workshop renommierte Vortragende gewinnen können: Prof. Dr. Lawrence Wong von der Chinese University of Hongkong und Prof. Dr. Joyce C.H. Liu von der Chiao Tung University, Taiwan. Auch Sinologen der Tallinn University werden an dem Workshop teilnehmen.
Ebenso sind interessierte Studierende der Sinologie Erlangen herzlich eingeladen, an dem ganztägigen Workshop oder an einzelnen Vorträgen teilzunehmen.
 
Prof. Dr. Monika Gänßbauer (Vertretung für Prof. Lackner)


 

Vortrag von Prof. Dr. Alpermann: "Soziale Identität und politische Kultur im städtischen China der Gegenwart"

Am
Dienstag, den 04.06.2013, 18.00-20.00h,
Institut für Außereuropäische Sprachen und Kulturen, Erlangen, Raum 0.112
hält
Prof. Dr. Björn Alpermann (Universität Würzburg)
einen Vortrag zum Thema:
"Soziale Identität und politische Kultur im städtischen China der Gegenwart".

Wie verändert Chinas rasant ablaufender Modernisierungsprozess das politische Denken der Bevölkerung? Dieser Kernfrage geht das vom Bundesforschungsministerium geförderte Forschungsprojekt nach, das Björn Alpermann vorstellt. Die zum Thema vorliegende Literatur basiert zum größten Teil auf klassischen modernisierungstheoretischen Annahmen und quantitativen Forschungsansätzen. Diese sind jedoch sowohl in theoretischer als auch methodischer Hinsicht in ihrer Anwendung auf China unbefriedigend. Das vorliegende Projekt entwickelte daher einen konsequent qualitativen Zugang, welcher die Selbstsichten der Betroffenen ins Zentrum rückt. Diese Fokussierung auf Prozesse der sozialen Identitätsbildung erlaubt eine längsschnittartige Betrachtung der oben aufgeworfenen Frage nach Veränderungen im politischen Denken. Der Vortrag führt in die Thematik ein und stellt eine vorläufige Typologie sozialer Identitäten in Chinas städtischer Gegenwartsgesellschaft vor. 

 

 


 

Changing Fate in Religious Daoism

Changing Fate in Religious Daoism

June 13-14, 2013

Convenor: Prof. Dr. Terry Kleeman (IKGF Visiting Fellow)

There are many aspects to the concept of fate in Daoism and also many ways to alter fate. Fate can refer to the predispositions inherited at birth through astrological, horary or numerary factors or through the actions of one's ancestors and relatives or one's own previous incarnations. Fate can also indicate the responses of the universal Dao or specific divine manifestations of that Dao like the Three Officers during the course of an individual life to moral conduct, personal cultivation, or ritual activity. Fate determines the length of one's lifespan and the circumstances of one's death as well as the nature of one's posthumous existence. Finally, fate can also be communal or societal, setting forth apocalyptic disasters or utopian delights that supersede individual dispositions and frustrate personal efforts because of larger movements of history or divine judgements of the nature of an age. A variety of ritual, contemplative, and devotional intercessions have been practiced through Daoist history to limit, shape, or alter these forces and aid believing Daoists in amending their fate in favorable ways. This workshop will explore how Daoists conceived of fate and how they responded to it personally and in groups through a temporal span of millennia and across the diverse geographical canvas that constitutes Chinese civilization. It will examine the influence of the living upon the dead as well as the dead upon the living, the judgments of the divine upon the mortal and the entreaties of mortals to the gods, as well as the workings of the Dao throughout the cosmos as the ages of man arise, develop and decline.
 
Programme:

Thuesday, June 13, 2013, 9:00 am - 3:45 pm

9:00 a.m     Introduction
Thomas Fröhlich (IKGF Deputy Director)/Terry Kleeman (Convenor)

9:30 a.m.     Options for Molding ming 'Fate' in the Scripture on Great Peace
Barbara Hendrischke (China Studies Centre, The University of Sydney)
10:30 a.m.     Coffee Break

10:45 a.m.     The Joining the Pneumas Rite and the Avoidance of Disaster in Celestial Master Daoism
Terry Kleeman (Asian Languages and Civilizations, University of Colorado Boulder)

11:45 p.m.     Lunch Break

1:30 p.m.     Revisiting the Central Scripture of the Nine Perfected 九真中經 Rebirthing the Body to Extend Life in Medieval Daoism
Stephen Bokenkamp (School of International Letters & Cultures, Arizona State University)

2:30 p.m.     Coffee Break

2:45 p.m.     Sex, Drugs and Destiny in Early Shangqing Daoism
Michael Stanley-Baker (PhD China Centre for Health and Humanity, University College London)

3:45 p.m.     End of 1st Day

Friday,June 14, 2013, 9:30 am - 4:30 pm

9:30 a.m     Destiny, Vital Force, or Existence? Initial Remarks on the Meanings of 'Ming' in Daoist Internal Alchemy
Fabrizio Pregadio (Independent Scholar, Former IKGF Visting Fellow)

10:30 a.m.     Coffee Break

10:45 a.m     The Sword Scripture
Robert Campany (College of Arts and Science, Vanderbilt University)

11:45 a.m.     Lunch Break

1:30 p.m     The Rise of Apocalyptic Eschatology in Daoist Scriptures, 17th-19th Centuries
Vincent Goossaert (EPHE; Groupe Sociétés, Religions, Laïcités, EPHE-CNRS, Paris)

2:30 p.m.     Coffee Break

2:45 p.m     Expediting Fate: yinyang Household Daoists of North Shanxi in Modern Times
Stephen Jones (Department of Music, School of Oriental and African Studies, U. of London)

3:45 p.m.     Final Discussion
4:30 p.m.     End of Workshop
 
Location:
Senatssaal Schloss
Schlossplatz 4, 91054 Erlangen 


 

Vortrag von Prof. Dr. Matten: "Wie es eigentlich hätte sein sollen" - Zu Historiologie und Normarivität von Geschichtsschreibung im Modernen China"

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Studierende,

im Rahmen des Forschungskolloquium zur Neueren, Neuesten und Osteuropäischen Geschichte: „Perspektiven der Außereuropäischen Geschichte“

hält Professor Dr. Marc Matten, Institut für Außereuropäische Sprachen und Kulturen, Erlangen,

einen Vortrag zum Thema:

"Wie es eigentlich hätte sein sollen" - Zu Historiologie und Normarivität von Geschichtsschreibung im Modernen China".

Der Vortrag findet am

Donnerstag den 16. Mai 2013 um 18:15 Uhr
in Raum C 201, Bismarckstraße 1 statt.


 

Vortrag von Dr. Schimmelpfennig: "Tianxia dazhi - Alles unter dem Himmel ist umfassend geordnet - Die Geschichte Chinas im Spiegel der eigenen Geschichtsschreibung"

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Studierende,

im Rahmen der Vortragsreihe des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen

hält Dr. Michael Schimmelpfennig, Institut für Außereuropäische Sprachen und Kulturen, Erlangen,

einen Vortrag zum Thema:

"Tianxia dazhi - Alles unter dem Himmel ist umfassend geordnet - Die Geschichte Chinas im Spiegel der eigenen Geschichtsschreibung".

Traditionell gingen frühe chinesische Denker davon aus, dass ihre Welt universellen Ordnungsprinzipien unterliege und dass sich die daraus folgenden Gesetzmäßigkeiten beschreiben ließen. Zugleich entwickelte sich bereits im China vorchristlicher Zeit eine Form der Chronik, die die Welt auf eine ihr eigene Weise ordnete und zugleich als Mittler zwischen den Ordnungserwartungen einerseits und der Zufälligkeit historischer Ereignisse andererseits fungierte. Anhand der Fragen – Was wird geordnet? Wie wird es geordnet? Für wen oder zu welchem Zweck wird es geordnet? – unternimmt der Vortrag einen Gang von den frühen Dynastien bis in das heutige China in der Absicht, historische Entwicklungen im Licht der Geschichtsschreibung, aber auch im Gegensatz zu ihr darzustellen und dadurch beobachtbare Kontinuitäten der historischen Entwicklung selbst herauszuarbeiten.


Der Vortrag findet am

Donnerstag, 16.05.2013, 19:00-20:30 Uhr
im Fabersaal, Gewerbemuseumsplatz 2 in Nürnberg statt.

 

 

 


 

Vortragsreihe des Asien-Pazifik-Kolloquiums im Sommersemester 2013

 

Vortragsreihe des Asien-Pazifik-Kolloquiums im Sommersemester 2013Das Asien-Pazifik-Kolloquium des Zentralinstituts für Regionenforschung der Universität Erlangen veranstaltet im Sommersemester 2013 eine Reihe mit Gastvorträgen.

"Fortschritt und Prognostik - Reflexionen in China und Japan"

Zeit: siehe Angaben bei den einzelnen Vorträgen
Ort: Kollegienhaus, Universitätsstraße 15, Erlangen
(außer 3.7.2013 – 5. Stock, Kochstraße 4, Erlangen)
 
12.06.2013,12.30 Uhr, Raum 0.023: PROF. DR. AXEL SCHNEIDER, UNIVERSITÄT GÖTTINGEN
Against the Specter of Time:Critique of Progressivism in Modern China

26.06.2013,12.30 Uhr, Raum 0.023: PROF. DR. TAKAHIRO NAKAJIMA, UNIVERSITY OF TOKYO
Interdependence of Science and Religion in Modern Japan: The Background of Fukushima

03.07.2103, 18.15 Uhr, Raum 5.012: STEFAN REGNAT, M.A., INSTITUT FÜR WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFT
Rebalancing China – Wie und wann bekommt China seine Ungleichgewichte in den Griff?

09.07.2013, 18.00 Uhr, KH 2.012: PROF. DR. HSIAU A-CHIN, ACADEMIA SINICA, TAIPEH
Narrating the National Fate: Time, Historical Consciousness,and Cultural Trauma in the Study of “Chinese Modernization”in postwar Taiwan

16.07.2013, 18.00 Uhr, KH 2.0212: PROF. DR. KAI MARCHAL, SOOCHOW UNIVERSITY, TAIPEH
Confucian Divination and the Contingency of Community: On Two Types of Ursprungsdenken in Mou Zongsan 牟宗三und Wang Hui 汪晖

Besuchen Sie auch die Website des Zentralinstituts für Regionenforschung - Asien-Pazifik-Kolloquium.

 


 

Lecture Series SoSe 2013

Vorlesungsreihe des IKGF im Sommersemester

 

Vorlesungsreihe des IKGF im Sommersemester 2013Wie auch in den vergangenen Semestern lädt im Sommersemester 2013 das Internationale Kolleg für Geisteswissenschaftliche Forschung "Schicksal, Freiheit und Prognose. Bewältigungsstrategien in Ostasien und Europa" dienstagabends und in diesem Semester auch an ausgewählten Terminen am Mittwoch mittags zu einer Vorlesungsreihe ein, in der die Forschenden des Kollegs und eingeladene Gäste über ihre Forschungsarbeit im Rahmen der Kollegsthematik sprechen.

Die Vorträge finden
- Dienstags von 18:00 s.t. bis 19:30 Uhr im Kollegienhaus, Raum KH 2.012, Universitätsstrasse 15, 91054 Erlangen und
- Mittwochs von 12:30 - 14:00 Uhr im Kollegienhaus, Raum KH 0.023, Universitätsstrasse 15, 91054 Erlangen statt.

Veranstaltungsort ist das Kollegienhaus, Universitätsstraße 15, 91054 Erlangen.
 
Die Vorlesungstermine im Einzelnen für das Sommersemester 2013:

Tuesday Lectures take place at the Kollegienhaus KH 2.012 at 6:00 p.m. (not 6:15!) - 7:30 p.m.
Wednesday Lectures take place at the Kollegienhaus KH 0.023 at 12:30 p.m. - 2:00 p.m.

Wed, April 17, 2013: Prof. Dr. Joachim Gentz (The University of Edinburgh; IKGF Visiting Fellow): "Divination and Canon Exegesis"

Tue, April 23, 2013: Prof. Dr. Christine Reinle (Universität Gießen): "Die Argumentationslogik der Richter im Prozeß der Jeanne d'Arc"

Tue, May 14, 2013: Dr. Michelina Di Cesare (IKGF Visiting Fellow): "The Eschatological Meaning of the Templum Domini in Jerusalem (Dome of the Rock)"

Tue, May 28, 2013: Prof. Dr. Elena del Rí­o Parra (Georgia State University; IKGF Visiting Fellow): "Astromania, Astrophobia, Futuroscopia, and the Last Death of the Astrologer-Doctor"

Tue, June 4, 2013: Dr. Petra Schmidl (Universität Bonn; IKGF Visiting Fellow): "The Sultan and the Stars. Divinatory Practices in 13th Century Yemen"

Wed, June 5, 2013: Prof. Dr. Faye Kleeman (University of Colorado, Boulder; IKGF Visiting Fellow): "Traditional Beliefs and Colonial Modernity in 20th Century East Asia"

Tue, June 11, 2013: Prof. Dr. Stephan Heilen (Universität Osnabrück): "The Doctrine of the 3rd, 7th and 40th Days of the Moon in Ancient Astrology"

Wed, June 12, 2013: Prof. Dr. Axel Schneider (Universität Göttingen; IKGF Visiting Fellow): "Against the Specter of Time: Critique of Progressivism in Modern China"

Tue, June 18, 2013: Prof. Dr. Andreas Kablitz (Universität zu Köln; IKGF Visiting Fellow): "Fortuna and Christian Monotheism"

Tue, June 25, 2013: Dr. Zara Pogossian (John Cabot University, Rome; IKGF Visiting Fellow): "Universal and Political Crises in 'End of the World' Prognostications: Reflections on Armenian Texts and Traditions"

Wed, June 26, 2013: Prof. Dr. Takahiro Nakajima (University of Tokyo; IKGF Visiting Fellow): "Interdependence of Science and Religion in Modern Japan: The Background of Fukushima"

Mo, July 1, 2013: Prof. Dr. Lillian Tseng (Institute for the Study of the Ancient World, New York University; IKGF Visiting Fellow): "Fate, Death, and Material Culture in Early China."

Tue, July 9, 2013: Prof. Dr. Hsiau A-chin (Academia Sinica, Taipeh; IKGF Visiting Fellow): "Narrating the National Fate: Time, Historical Consciousness, and Cultural Trauma in the Study of Chinese Modernization in Postwar Taiwan"

Tue, July 16, 2013: Prof. Dr. Kai Marchal (Soochow University, Taipeh; IKGF Visiting Fellow): "Confucian Divination and the Contingency of Community: On Two Types of Ursprungsdenken in Mou Zongsan 牟宗三 and Wang Hui 汪晖" 

 

 

 


 

 

Vortrag von Prof. Dr. Lackner: "Formeln für China"

Im Rahmen der Vortragsreihe des Konfuzius-Instituts Nürnberg-Erlangen hält Prof. Dr. Michael Lackner einen Vortrag zum Thema:

"Formeln für China"

Forschungskolloquium zur Neueren, Neuesten und Osteuropäischen Geschichte: „Perspektiven der Außereuropäischen Geschichte“
Forschungskolloquium zur Neueren, Neuesten und Osteuropäischen Geschichte: „Perspektiven der Außereuropäischen Geschichte“
Forschungskolloquium zur Neueren, Neuesten und Osteuropäischen Geschichte: „Perspektiven der Außereuropäischen Geschichte“
Forschungskolloquium zur Neueren, Neuesten und Osteuropäischen Geschichte: „Perspektiven der Außereuropäischen Geschichte“

Forschungskolloquium zur

Neueren, Neuesten und Osteuropäischen Geschichte:

Perspektiven der Außereuropäischen Geschichte“

Forschungskolloquium zur

Neueren, Neuesten und Osteuropäischen Geschichte:

Perspektiven der Außereuropäischen Geschichte“

Forschungskolloquium zur

Neueren, Neuesten und Osteuropäischen Geschichte:

Perspektiven der Außereuropäischen Geschichte“einen Vortrag zum Thema:

"Formeln für China"

So alt wie die Kontakte zwischen dem Westen und China sind auch die zahlreichen Versuche westlicher Denker, China auf „einen Nenner” zu bringen. Der Vortrag beleuchtet diese Ansätze, die ebenso unterschiedlich sind wie die Ausgangspunkte ihrer Urheber: Es gibt eben nicht eine einzige und allgemeingültige „Formel für China”.


Der Vortrag findet am

Donnerstag, 11.04. 2013, 19:00-20:30 Uhr

im Fabersaal, Gewerbemuseumsplatz 2 in Nürnberg statt.




Vortrag von Prof. Dr. Gänßbauer: "Von Goldlaufkäfern und Bilharziose: Ein Blick in das literarische Werk der chinesischen Autorin Can Xue"

Am 14.01.2013 hält Prof. Dr. Monika Gänßbauer, Institut für Außereuropäische Sprachen und Kulturen, Erlangen, im Rahmen der Ringvorlesung des Interdisziplinären Zentrums für Literatur und Kultur der Gegenwart “Quarks and Letters. Naturwissenschaften in der Literatur und Kultur der Gegenwart” einen Vortrag zum Thema:

"Von Goldlaufkäfern und Bilharziose: Ein Blick in das literarische Werk der chinesischen Autorin Can Xue"

Ort: Kollegienhaus, Raum 0.024
Zeit: Mo 19:00 – 21:00 Uhr


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