Exkursion nach China 2013: "Konfuzius im kulturellen Gedächtnis Chinas"

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Exkursion nach China 2013 - Informationen zur Reise

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von Alexander Moldovan, Claudia Nestmeyer und Stefan Sültz

Dank eines intensiven Seminars bei Jana Cyrol waren wir mit dem erforderlichen Hintergrundwissen über Konfuzius und das kulturelle Gedächtnis Chinas bestens für unsere Exkursion vorbereitet, als wir uns am 02.04. auf die langersehnte Reise von Erlangen nach China machten.

Tian'anmen in Peking Erschöpft vom zehnstündigen Flug kam unsere Gruppe, bestehend aus zehn  Studierenden verschiedener Semester unter der akademischen Leitung von Dr. Michael Schimmelpfennig und Renée Gringmuth, endlich in Beijing an. Sofort ging die Reise weiter, mit einer abenteuerlichen Taxifahrt vom Flughafen zum Bahnhof, wo bereits die erste Überraschung auf uns lauerte: Von dort sollte uns unsere Fahrt direkt nach Qufu, der Geburtsstadt des Konfuzius, führen, doch da anlässlich des Qingming-Festes ganz China auf den Beinen und jeder Zug ausgebucht war, konnten wir erst für den Nachmittag des nächsten Tages Zugtickets ergattern.

Die ungeplante Übernachtung in Beijing ermöglichte uns dann aber erste Eindrücke vom Trubel auf dem Tiananmen-Platz zu gewinnen. Da wir als Ausländer offenbar eine große Attraktion darstellten, wurden wir auch sogleich zu begehrten Fotomotiven. Mit einem leckeren chinesischen Abendessen ließen wir den Tag ausklingen.

Am nächsten Tag ging es schließlich doch noch sehr komfortabel mit dem chinesischen Hochgeschwindigkeitszug nach Qufu weiter. Untergebracht waren wir dort in dem luxuriösen Hotel des Confucius Research Institutes. Eindrucksvolle Höhepunkte während unserer Zeit in Qufu waren unter anderem der Konfuzius-Tempel mit seinen sehr touristisch anmutenden, bunten Inszenierungen von Tänzen und Opferriten wie auch der Konfuzius-Wald, in dem Konfuzius und seine Nachfahren bestattet sind. An diesen Orten konnten wir uns ein Bild davon machen, wie das Leben und Werk des Konfuzius im kulturellen Gedächtnis Chinas verankert sind und auf welche Weise sie den zahlreichen Besuchern der Gedenkorte präsentiert werden.

Zeremonie im KonfuziustempelAuch der Sprachaustausch mit chinesischen Studierenden der pädagogischen Universität Qufu war eine interessante Erfahrung und bot uns einen Einblick in das chinesische Studentenleben. Ein besonderes kulinarisches Erlebnis, welches jedem in tiefer Erinnerung blieb, war der Besuch eines rustikalen Restaurants auf dem Lande in der Nähe von Zou, der Heimat des Menzius. Zu den Spezialitäten des Hauses zählten geschmorte Schweinefüße, Hähncheneintopf inklusive Kopf - das Auge isst schließlich mit - und Erdbeeren. Zum Abschluss unseres Programms in Qufu hielt Herr Dr. Schimmelpfennig im Confucius Research Institute einen interessanten Vortrag über den aktuellen Stand der westlichen Forschung zu Konfuzius und des dem Lunyu.

Zurück in Beijing standen unter anderem Besuche des dortigen Konfuzius-Tempels und der Verbotenen Stadt auf dem Programm. Neben der riesigen Palastanlage, die allein schon sehr beeindruckend war, war auch das Uhrenmuseum einen Besuch wert. Ein weiteres Highlight stellte die "798"-Kunstausstellung dar, die in den Hallen einer ehemaligen Fabrik modernen chinesischen Künstlern eine Plattform zum kreativen und freien Ausdruck abseits des Mainstreams bietet. Abends beim Hot-Pot- oder Jiaozi-Essen konnten wir uns dann von den kilometerlangen Fußmärschen wieder erholen und neue Kraft für den nächsten Tag sammeln. Auch für den Shoppingspaß war mit Abstechern auf die Wangfujing, eine große Einkaufsstraße in Beijing, und zum Seidenmarkt gesorgt. Hier schulten wir beim Erwerb von Souvenirs unsere Fähigkeiten im Feilschen. Zum krönenden Abschluss erfreuten wir uns am letzten Abend an einer atemberaubenden Akrobatikshow mit fesselnden Darbietungen von absoluter Körperbeherrschung und spektakulären Stunts.

 

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Exkursion nach China 2013 - Informationen zur Reise

 

Nach der erfolgreichen Exkursion zum Thema “Konfuzianische Gedächtnisarchitektur in der Provinz Shandong” 2012 bot der Lehrstuhl für Sinologie allen interessierten Studierenden erneut die Möglichkeit einer Studienreise in die Volksrepublik China. Derzeit befinden sich zehn Studierende unter der Leitung von Dr. Michael Schimmelpfennig und Begleitung von Frau Gringmuth vom 02. 04.-12.04.2013 im Reich der Mitte.

Die Exkursion soll den Teilnehmern Gelegenheit bieten, die Theorien Assmanns auf den Konfuzianismus in seiner gegenwärtigen ErscheinungAbschlussessen in Qufu anzuwenden, wobei sich die Betrachtung dieses zentralen Aspektes des „chinesischen kulturellen Gedächtnisses“ auf Texte im weitesten Sinne, also auch Theateraufführungen und Filme, Riten an Festtagen, Denkmäler wie Stelen und Tempel oder ähnlichem beziehen kann. Die Teilnehmner der Exkursion haben im Vorfeld an einem Blockseminar zur Vorbereitung der China Exkursion teilgenommen. Im Verlauf der Exkursion sollen die Studierenden ein Arbeitspapier zu ihrem Thema erstellen.

Ein Ort der Exkursion war wieder das Confucius Research Institute (http://www.confucius.gov.cn) im Zentrum der Stadt Qufu, dem Geburtsort des Konfuzius. Es wurde 2007 eröffnet und dessen Gebäude wie die Halle des Konfuzius, Statuen, Wandinschriften und Stelen sind zentraler Bestandteil einer gelenkten Rückbesinnung auf konfuzianische Werte. Weitere Anlaufstellen der Exkursionsteilnemer in Qufu waren unter anderem der Menziustempel, die Residenz seiner Familie, sowie der Konfuziustempels, als auch die Residenz der Familie Kong und deren Friedhof. Ergänzt wurde das Programm in Qufu durch einen Sprachaustausch mit Studierenden der Qufu Normal University.

Das Tor der Kaiserlichen Akademie in PekingAktuell befindet sich die Gruppe in der Stadt Peking. Dort bietet sich die Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit Fragen nach dem kulturellem Gedächtnis, nicht nur in Hinsicht auf den Konfuzianismus. Auf dem Programmplan befinden sich nun noch der Konfuziustempel in Peking, die kaiserliche Akademie, die Verbotene Stadt, ein Gang durch die Hutongs, das Millennium Monument, das Museum der Geschichte Chinas, der Himmelstempel, der Tempel der Weißen Wolken, das Militärmuseum der chinesischen Revolution und die Bücherstadt und Kunstgallerien.

Einen Teil des Programms in Peking hat die Gruppe schon auf ihrer Liste abgehakt, wie z.B. den Besuch des Tiananmen-Platzes, da sie zum Beginn ihrer Reise außerplanmäßig bereits einen Tag in Peking blieben. Grund hierfür war, dass wegen des Qingming-Festes alle Zugkarten nach Qufu bereits ausverkauft waren.

Wir sind gespannt, was die Teilnehmer am Ende ihrer Exkursion alles zu berichten haben.

 

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Verbotene Stadt

 

 

 

 

In der Verbotenen Stadt

Confucius Research InstituteDas Confucius Research Institute

Sprachaustausch: Qufu Normal UniversitySprachaustausch: Qufu Normal University Treffen mit StudierendenTreffen mit Studierenden
SprachaustauschSprachaustausch  Konfuziustempel - HaupthalleKonfuziustempel,
Haupthalle

Konfuziustempel in Qufu

Der Konfuziustempel in Qufu

Eingang zum Konfuziustempel

Eingang
zum Konfuziustempel, Qufu

KonfuziustempelKonfuziustempel Zeremonie am KonfuziustempelZeremonie im Konfuziustempel
VortragVortrag Confucius Research Insitut AnlageConfucius
Research Insitut Anlage

Blick auf TiananmenBlick auf Tian'anmen

 

Peking

Peking

Das Tor der Kaiserlichen Akademie in Peking

 

 

 

 

 Tor zur
Kaiserlichen Akademie

Konfuziustempel in PekingKonfuziustempel in Peking

Akrobatikschow

Akrobatikshow

Akrobatikschow

Akrobatikshow

 

 

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