Beck, Andrea; Berndt, Andreas (Hrsg.)(2013): Sakralität und Sakralisierung. Perspektiven des Heiligen. Franz Steiner Verlag.

Eisenknapp, Teresa (2013): "Die glückverheißende Eröffnung" von He Jiping. Ein modernes chinesisches Theaterstück. Eingeleitet, übersetzt und annotiert. Projekt Verlag.

Gänßbauer, Monika (Hg.) (2013): In Richtung Meer. Neue chinesische Essays. Projekt Verlag.

Wagner, Florian (2013): Kunstkritik im China der Gegenwart. Diskurse - Medien - Akteure. Projekt Verlag.


 

 

 

 

Sakralität und Sakralisierung

Perspektiven des Heiligen

Andrea Beck, Andreas Berndt (Hrsg.)

Sakralität und SakralisierungDas Heilige ist allgegenwärtig. Es zeigt sich in konkreten Formen wie etwa heiligen Schriften, Sakralbauten oder auch Personen, ist aber zuweilen schwer fassbar, wenn es zum Beispiel auf Namen, Handlungen oder spirituelle Erfahrungen bezogen wird. Dabei können die Manifestationen, in welchen Heiliges zu Tage tritt, äußerst vielfältig sein, und so vereint dieser Band Beiträge verschiedenster Disziplinen und deckt eine große Zeitspanne ab: von kirchlichen Bodenmosaiken des Nahen Ostens aus dem 6. Jahrhundert bis hin zu den methodischen Überlegungen Max Müllers über die Ursprünge des Heiligen. Der geographische Rahmen erstreckt sich über das abendländische Europa hinaus auf das christlich-arabische Spanien des Mittelalters, auf Ägypten sowie auf die fernöstlichen Länder Indien und China. Sakralität erweist sich jeweils nicht als eine konstante Größe, sondern muss als Prozess verstanden werden, in dem das Heilige stets bestätigt oder neu definiert werden muss.

Bildnachweis: Mit freundlicher Genehmigung von: Franz Steiner Verlag GmbH.

 

 

"Die glückverheißende Eröffnung" von He Jiping

Ein modernes chinesisches Theaterstück Eingeleitet, übersetzt und annotiert

Teresa Eisenknapp

"Die glückverheißende Eröffnung" von He JipingDrei Leute eröffnen ein Krankenhaus in einer chinesischen Kleinstadt und keiner von ihnen verfügt über eine professionelle medizinische Ausbildung. Getrieben vom Wunsch nach finanziellem und gesellschaftlichem Aufstieg erpressen sie das nötige Kapital zur Verwirklichung ihres Vorhabens und überspielen ihre Inkompetenz mit einer großen Portion Verschlagenheit. Stets den persönlichen Profit im Auge, ziehen die Quacksalber mit falschen Diagnosen, Medikamentenbetrug und improvisierten Schönheitsoperationen ihren Patienten das Geld aus den Taschen – bis am Ende einer davon sein Leben lässt.

Basierend auf einer Kurzgeschichte des berühmten chinesischen Schriftstellers Lao She, schuf die Dramatikerin He Jiping ein humorvolles Stück für das moderne Theater, dessen Übertragung vom Chinesischen in das Deutsche im Mittelpunkt dieses Buches steht. Als Annäherungshilfe an das Bühnenwerk wird daneben die Person des Lao She als Autor des Ursprungstextes näher betrachtet sowie die Entwicklung des Sprechtheaters in der Volksrepublik China während einer Zeit großer politischer und gesellschaftlicher Umwälzungen beleuchtet.

Bildnachweis: Mit freundlicher Genehmigung von: projekt verlag, Bochum.

 

 

In Richtung Meer

Neue chinesische Essays

Monika Gänßbauer (Hg.)

In Richtung Meer. Neue chinesische EssaysDieses Buch ist ein direktes Ergebnis der sinologischen Lehre und Nachwuchsförderung an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Es versammelt aktuelle Texte folgender chinesischer Gegenwartsautorinnen und -autoren in Übersetzung: Gao Xingjian, Liu Zaifu, Yang Lian, Zhai Yongming, Guo Xiaolu, Xu Zechen, Zhang Kangkang, Can Xue, Xi Xi, Zhou Tao, Liu Sola und Alai. Das Projekt nahm seinen Beginn in Lehrveranstaltungen von Prof. Dr. Monika Gänßbauer zu chinesischer Gegenwartsliteratur und zu Translation. Diese Veranstaltungen gingen u.a. von der These aus, dass chinesische Gegenwartsessays stärker übersetzt, erforscht und in einen Zusammenhang mit europäischer Essayistik gebracht werden sollten. In China erfreut sich das Genre des Essay seit Jahren einer großen Leserschaft.

Ein Grund dafür ist, dass sich in der ‚kleinen Form’ des Essay der zunehmenden Fragmentierung des modernen Lebens begegnen lässt und dass Essays stets persönliche Stellungnahmen eines Autors/einer Autorin darstellen. Dieser Band stellt auch Essaytexte chinesischer Autorinnen und Autoren vor, von denen in Deutschland bislang nur fiktionale Texte oder Lyrik in Übersetzung vorliegen.

Die Essays wurden überwiegend von Studierenden und Absolvent/inn/en der Erlanger Sinologie ins Deutsche übertragen und annotiert. Die Auswahl der Texte und die sprachliche Endredaktion hat Monika Gänßbauer vorgenommen. Sie hat auch drei Übersetzungen zu dem Band beigetragen. Weitere Übersetzerinnen und Übersetzer sind: Jakob Krüger, Raphaela Fischer, Richard Kral, Olaf Bogendörfer, Annemarie Schmidt, Selma Schrettenbrunner, Christopher Starke, Anna Stecher, Julia Sterzel und Laura Zischler.

Bereichert wird der Band durch fünf Kalligrafien der Erlanger Künstlerin Yang Na. Der Druck des Buches wurde gefördert vom Universitätsbund der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg.

Bildnachweis: Mit freundlicher Genehmigung von: projekt verlag, Bochum.

 

 

Kunstkritik im China der Gegenwart

Diskurse - Medien - Akteure

Florian Wagner

Kunstkritik im China der GegenwartParallel zur rasanten Entwicklung der zeitgenössischen chinesischen Kunst in den letzten 30 Jahren entfaltete sich in kaum vorstellbarer Geschwindigkeit der chinesische Kunstdiskurs. Beginnend mit den politischen und gesellschaftlichen Veränderungen nach dem Ende der Kulturrevolution, durchlebte die chinesische Gegenwartskunst einen unvorhersehbaren Erfolg, an dessen vorübergehendem Höhepunkt die Eingliederung als eines der wichtigsten Kunstphänomene der letzten Jahrzehnte in die internationale Kunstwelt stand. Diese Entwicklung und ihre Ausprägungen in der zeitgenössischen chinesischen Kunst stellen sich bei genauer Betrachtung als ungemein eng mit dem gesellschaftlichen Kontext ihrer Zeit verbunden heraus, sodass sie als Widerspiegelung der sie umgebenden, sich entfaltenden Geschichte der Volksrepublik China zum Ende des 20. und Beginn des 21. Jahrhunderts verstanden werden können. Auf dieser grundlegenden Annahme und der daraus folgend relevanten Stellung

des Phänomens der zeitgenössischen Kunst in China, versucht der Autor vor dem Hintergrund des historischen Kontextes den in der Kunstwelt geführten Diskurs, dessen Medien sowie dessen Akteure genauer zu beleuchten und ihren Wandel im Verlauf der Entwicklung vorzustellen.

Bildnachweis: Mit freundlicher Genehmigung von: projekt verlag, Bochum.



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